Der Lech

 

 

Der Lech – Einer der letzten Wildflüsse Europas:

 

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Der Lech erstreckt sich auf Tiroler Gebiet über eine Länge von 62 Kilometern und fließt von 1380 Höhenmetern auf 800 Höhenmeter. Zwei Quellen speisen den Lech mit Wasser, der Formarinsee und der unbekanntere Spullersee. Der Fluss trennt die Lechtaler Alpen und die Allgäuer Alpen. Nach Vils fließt der Lech auf bayrischem Gebiet weiter, wo er zuerst den Lechfall passiert und später in den Forggensee übergeht.

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Was macht den Lech so einzigartig?

Ein ganz besonderes Merkmal des Lechs stellt der Lechzopf zwischen Stanzach und Weißenbach dar. Die weitläufige Lechlandschaft mit ihren Ausbuchtungen und ihren vielen kleinen Inseln aus Stein und Sand verändert sich durch Hochwasser stetig. Nur die grobe Form des Lechs, die von oben einem Zopf ähnelt, bleibt gleich. Daher rührt der Name Lechzopf. Diese prägnante Passage ist die markanteste und breiteste Stelle des Wildflusses in Tirol und findet sich auf vielen Bildern und Fotos wieder. Unzählige Kiesbänke und Inseln inmitten des Gewässers geben dem Lech in diesem Teilabschnitt ein unvergleichliches Gesicht.Der Lech

Ein weiteres atemberaubendes Merkmal des Wildflusses ist zweifelsohne seine auffallende Farbe. Bei wenig Regen kann der Lech seine Farbe von blau nach hellblau bis türkis verändern, was den Redakteur und Autor Manuel Andrack bei einer Wanderung am Lech entlang die Frage stellen ließ, ob das Fremdenverkehrsamt Lebensmittelfarbe beimischt. Tatsächlich hat die Farbe ihren Ursprung in der geringen Temperatur, die im Jahresmittel 6 Grad Celsius beträgt, kombiniert mit der hohen Dichte an Mineralien, die sich aus dem Gestein lösen.

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Der Lechweg – Von der Quelle bis zum Fall:

Seit 2012 kann man den Lech auch über einen neu errichteten Wanderweg erkunden, den Lechweg. Der Lechweg führt den Wanderer von der Quelle in Lech am Formarinsee bis zum Lechfall in Füssen. 120 Kilometer und 16 Etappen lang lernt man den Wildfluss und die Umgebung von einer ganz speziellen Seite kennen. Dieser Wanderweg, der auch als “Leading Quality Trail” ausgezeichnet wurde, lässt viel Liebe zum Detail erkennen und versucht so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen. Beim Wandern überquert man unter anderem die Hängebrücke in Holzgau, die höchste und längste Fußgänger-Hängebrücke Österreichs. Man kann den Lechweg innerhalb von sechs bis acht Tagen erwandern.

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Naturpark Tiroler Lech:

Der Lech

Das Bewusstsein für die Natur, das die Mehrzahl der Anrainer am Lech auszeichnet, wurde in den 90er Jahren ausgeprägt, als einige Kraftwerksprojekte, die vor allem die Zuflüsse des Lechs genutzt hätten, zur Diskussion im Raum standen. Die Lechtaler entschieden sich damals gegen Wasserkraftwerke, da sie dem Lech und seiner Flora und Fauna vermutlich geschadet hätten. Vor allem die Band Bluatschink, dessen Name von einem Fabelwesen aus dem Lech stammt, setzte sich vehement für einen unverbauten Lech ein. Im Jahr 2000 wurde der Lech ins Natura 2000 Projekt aufgenommen, aus dem anschließend der Naturpark Tiroler Lech entstand. Durch den Naturpark Tiroler Lech legt man mehr Wert auf die Natur- und Kulturlandschaft beziehungsweise auf die Tier- und Pflanzenwelt. Die fünf Säulen Naturschutz, Bildung, Erholung, Forschung und Regionalentwicklung stehen jetzt noch mehr im Vordergrund.

 

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Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lech

http://www.naturpark-tiroler-lech.at/index.php?mainPid=1&c=page&s_pid=6&pid=11

http://www.fuessen.de/wasser/der-lech.html

http://www.zeit.de/2012/38/Fernwanderweg-Guetesiegel-Andrack

http://www.lechweg.com/

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Der Lech, einer der letzten Wildflüsse Europas, stellt eine unvergleichliche und unvergessliche Naturlandschaft dar, die sich zwischen Allgäuer und Lechtaler Alpen befindet.